Hagelschutz fürs Auto

Hagelschutz fürs AutoEin Hagelschutz fürs Auto ist für Fahrzeugbesitzer immer dann besonders sinnvoll, wenn man nicht im Besitz einer Garage oder eines Carports ist.

Schwere Unwetter mit gefährlichen Hagelschauern treten besonders heftig in den Sommermonaten auf und nehmen die letzten Jahre immer mehr zu – genauso wie die Größe der Hagelkörner. Wer bei solch einem Hagelunwetter sein Fahrzeug nicht irgendwo schützend unterstellen kann, muss hilflos mit ansehen, wie es seinem geliebten „Blechle“ an den Kragen geht und zu was Mutter Natur alles imstande ist. Die Folgen eines solchen Hagels sind nicht selten schwere Beschädigungen, die in die Tausende gehen können.

 

Was ist ein Hagelschutz fürs Auto?

Wie es bereits der Name „Hagelschutz“ verrät handelt es sich hierbei um einen speziellen Schutz, der ein Fahrzeug vor Hagelunwetter und somit vor teuren Beschädigungen schützt. Angeboten wird der Hagelschutz in den verschiedensten Ausführungen, die sich sowohl in der Form, als auch im Material unterscheiden können. Im Grunde handelt es sich hierbei allerdings immer um eine Art Autoabdeckung – auch bekannt unter: Hagelschutzplane, Hagelschutzgarage, Faltgarage, Autoplane, Hagelschutzdecke oder mobile Autogarage.
So eine spezielle Autoschutzhülle ist generell für Jeden zu empfehlen, der keine Möglichkeit hat, sein Fahrzeug bei Unwetter in einem schützenden Bereich abzustellen. Aber eine entsprechende Autoplane kann noch viel mehr. Neben Hagelschutz kann so eine Abdeckung (je nach Modell) das Fahrzeug auch das ganze Jahr und vor jeder Wetterlage schützen.

VorteileAlle Vorteile im Überblick:

  • schützt vor herabfallenden Ästen, Kastanien, Zapfen ect.
  • schützt vor Baumharz oder Vogelkot auf dem Lack
  • schützt vor UV-Strahlung und Hitze
  • schützt vor Schmutz und Kratzern
  • bewahrt vor witterungsbedingter Feuchtigkeit und der damit verbundene Rostbildung
  • schützt vor Hagel
  • verhindert vereiste Scheiben und Türen im Winter

Doch wo Sonnenschein ist gibt es leider auch Schattenseiten.

NachteileAlle Nachteile im Überblick:

  • relativer hoher Zeitaufwand fürs Anbringen und Entfernen
  • erschwertes Anbringen bei nassem oder verschneitem Fahrzeug
  • nasse Folie und deren Lagerung

 

Vorsicht: In Sachen Hagelschutz ist Plane nicht gleich Plane

Der Markt bietet hier ein Fülle an verschiedenen Autoabdeckungen an, die jedoch zum Teil auch unterschiedliche Anforderungen erfüllen. Während sich die speziellen Autoplanen generell in nur zwei Varianten (Arten) unterteilen lassen -Vollgaragen und Halbgaragen – unterscheiden sie sich in Sachen Material, Stärke und Befestigung doch meist enorm. Somit wird auch schnell klar, dass nicht jede Plane einen effektiven Hagelschutz bzw. Schutz vor heftigem Unwetter bietet.

Vollgaragen – Eine sogenannte Vollgarage bedeckt ein Fahrzeug komplett bis runter zur Felge
Halbgaragen – diverse Halbgaragen reichen in der Regel lediglich bis unter die Fensterfront. Motorhaube und sogar Außenspiegel liegen bei vielen Modellen somit frei.

Verschiedene Autoplanen und deren Kriterien

Material
So gibt es beispielsweise diverse Planen, die nur aus sehr dünnem Material bestehen. Dementsprechend gering fällt hier natürlich der Schutz aus, der sich hauptsächlich auf den Lack bezieht – unter anderem vor UV-Strahlen, Kratzern und Verschmutzungen.
Andere Faltgaragen bestehen nicht selten aus Neopren, wodurch das Fahrzeug vor Feuchtigkeit geschützt wird. Und wieder andere schaffen es – durch spezielle Schichten – auch Kälte vom Fahrzeug fern zu halten.
Häufig verwendete Materialien bei mobilen Garagen sind neben Neopren auch: Polyester, Mikrofaser und Baumwolle. Besonders widerstandsfähig ist aber hartgepresster Schaumstoff.

Tipp: Generell sollte ein Hagelschutz immer eine wasserabweisend Oberfläche besitzen um am Ende keine vollgesaugte Plane verstauen zu müssen.

Innenmaterial
Wichtig bei Autoplanen ist aber auch das Innenmaterial. Dies sollte unbedingt aus weichem Material bestehen, damit beim Anbringen oder Entfernen der Plane der Lack nicht beschädigt (verkratzt) wird. Ebenso sollte sie möglichst atmungsaktiv sein um Schimmelbildung und ein Festfrieren zu verhindern.

Verschlussarten
Ein weiterer wichtiger Punkt bei Autoplanen sind auch die jeweiligen Verschlussarten. Diese müssen nicht nur die Plane bei Sturm fest am Fahrzeug halten, sondern sollten auch schnell zu händeln sein. Schließlich kommt so ein Hagelschauer nicht selten überraschend und dann muss es entsprechend schnell gehen.
Häufig verwendete Verschlussarten für Hagelschutz sind:

  • Gummibänder
  • Gummizüge
  • Spannbänder
  • Kordelzug
  • Reißverschluß
  • Sicherungsösen

Zusammengefasst: Ob und wie gut eine solche Autoplane letztendlich als Hagelschutz dient hängt vor allem vom Material und dessen Stärke ab. Diese beiden Kriterien sind ausschlaggebend ob ein Hagelschaden am Fahrzeug verhindert oder nur vermindert wird. Zudem sollte der jeweilige Schutz immer wasserabweisend, atmungsaktiv, reißfest, innen weich sowie leicht, schnell und sturmsicher zu montieren sein.

 

Auto vor Hagelschäden schützen – welche Möglichkeiten gibt es?

Wer sein Auto vor Hagelschäden schützen möchte und nicht im Besitz einer Garage oder eines Carports ist, muss entsprechende Vorkehrungen treffen. Hierfür bietet der Markt verschiedene Möglichkeiten, welche mal mehr und mal weniger einen effektiven Hagelschutz bieten.

welche Möglichkeiten gibt es

Alle Möglichkeiten für Hagelschutz Auto im Überblick:

Hagelschutz-Halbgaragen

Es gibt diverse Auto-Halbgaragen die sich durchaus zum Schutz vor Hagel einsetzen lassen. Voraussetzung dabei ist jedoch, dass zum einen die Abdeckung aus entsprechendem Material besteht, welches in der Lage ist, den Aufprall der Hagelkörner zu dämpfen. Zum anderen, dass der Stoff auch wirklich die gefährdeten Stellen abdeckt (Dach, Motorhaube, Kofferraum und Scheiben).

Hagelschutz-Vollgaragen

Anders als bei diversen Halbgaragen bieten Auto-Vollgaragen generell einen Rundumschutz, da sie in der Regel das komplette Auto (bis runter zur Felge) bedecken. Somit hängt die Effektivität eines solchen Hagelschutzes lediglich vom verwendeten Material der Abdeckung ab.

Wichtig: Generell spielen bei Faltgaragen (egal ob Halb- oder Vollgaragen) auch immer die Verschluss- bzw. Befestigungsarten eine enorme Rolle. Schließlich nützt einem auch die beste Autoplane nichts, wenn sie beim Sturm vom Auto gerissen wird.

SKY-PROTECT – mobiler Hagelschutz

SKY-PROTECT bietet Autobesitzern einen geprüften mobilen Hagelschutz an. Dabei handelt es sich im Prinzip um maßgeschneiderte Hagelschutzmatten (wahlweise aus PE oder PU), welche mittels Magneten auf den empfindlichen Teilen (beispielsweise Haube und Dach) angebracht werden. Mithilfe des Magnetprinzips sollen diese Matten auch bei starken Böen an Ort und Stelle bleiben und selbst ein Rangieren z.B. auf den Hof oder Parkplatz ist problemlos möglich.
Je nach Material lassen sich somit bis zu 4 cm große Hagelkörner abwehren.
https://www.sky-protect.de/

Hail Protector – der Hagelretter

Beim sogenannten „Hail Protector“ handelt es sich im Prinzip um einen externen Airbag, der den ultimativen Hagelschutz bieten soll. Dieses patentierte Hagelschutzsystem verspricht in nur 5 Minuten aufgeblasen und einsatzbereit zu sein – auch bei Windstärken von bis zu 100 km/h – und schützt mühelos vor Hagelkörnern in allen Größe.
http://hailprotector.de

Steinschlagschutzfolien / Lackschutzfolien

Je nach Stärke einer Steinschlagschutzfolie bietet so eine Folierung nicht nur Schutz vor Steinschlägen und Kratzern, sondern kann auch – bis zu einem gewissen Grad – Hagelschäden vermeiden oder zumindest verringern.

Alternativer Hagelschutz als Notlösung

Autobesitzer die weder Garage oder Carport und auch sonst keinen entsprechenden Hagelschutz besitzen, sollten dennoch bei einem Hagelschauer nicht tatenlos zusehen, wie Mutter Natur ihr Auto bearbeitet.
Als alternative Notlösung lässt sich auch eine dicke Pappe, Luftpolsterfolie (Bubblefolie) oder eine gewöhnliche Decke als Hagelschutz einsetzen. Natürlich müssen auch diese entsprechend am Fahrzeug befestigt werden (z.B. mit Spanngurten, Gummispannern ect.) um starken Winde so gut wie es eben geht standzuhalten. In solchen Extremsituationen ist selbst ein unzureichender Schutz besser als keiner.

Aber es gibt auch Menschen, die bei plötzlichem Hagelschauer richtig kreativ werden und vollen Körpereinsatz bringen wenn es um ihr Heiligtum geht:

 

Was Autofahrer bei Hagel beachten sollten

UnwetterGenerell sollte man Wetterprognosen mit Hagelwarnungen immer ernst nehmen und ggf. eine geplante Fahrt auch entsprechend verschieben. Wird man jedoch unterwegs von einem Hagelschauer überrascht, sollte man möglichst schnell einen sicheren Unterstellplatz finden – wie u.a. eine Brücke, Tunnel, Tankstelle oder Parkhaus. Doch Vorsicht – das Parken unter einem Baum ist bei Sturm keine gute Idee! Denn bei einem Astbruch oder einem umfallenden Baum ist ein Hagelschaden das kleinere Übel.
Wenn keine sichere Unterstellmöglichkeit gefunden wird, helfen mitgeführte Decken zumindest das Schlimmste zu verhindern.

Weitere Verhaltenstipps:

  • Geschwindigkeit reduzieren und Abstand zum Vordermann vergrößern
  • Licht einschalten und ggf. sogar Nebelschlussleuchte
  • bei Sichtbehinderungen im bedrohlichen Ausmaß sollte das Fahrzeug am besten schnellstmöglich angehalten werden und sich ggf. dabei deutlich als Verkehrshindernis erkennbar machen (eingeschaltete Warnblinkanlage)

Folgende Faktoren beeinflussen das Ausmaß des Hagelschadens:

  • Größe und Gewicht des Hagelkorns
  • Geschwindigkeit des Aufpralls
  • Richtung des Aufpralls
  • Aufprallstelle
  • Beschaffenheit der Aufprallstelle

Info: Oldtimer stecken im allgemeinen einen Hagelschauer besser weg als moderne Fahrzeuge. Grund dafür ist, dass die Karosserie früher mit dickeren Blechen versehen war. Aus Gewichtsgründen verzichtet man heute darauf und greift zum Teil sogar auf Aluminium zurück.

 

Was Autobesitzer bei Hagelschaden wissen sollten

InformationenTatsache ist, dass hierzulande die Zahl der durch Unwetter verursachten Schäden immer mehr zunimmt – somit steigt auch das Risiko, dass es einen selbst mal trifft. Ist dann erst mal der Schadensfall eingetroffen und das eigene Fahrzeug wurde von einem Hagelschaden gezeichnet, stellt sich schnell die Frage, wer für den Schaden aufkommen wird und was zu tun ist.

Wer zahlt bei Hagelschaden?

In der Regel kommt hier die Kaskoversicherung für den entstandenen Hagelschaden am Fahrzeug auf. Wer allerdings nur mit einer Haftpflichtversicherung geschützt ist geht leer aus und muss für die Reparatur selbst aufkommen.

Schäden dieser Art werden hierbei generell als Teilkasko-Schaden reguliert – selbst wenn eine Vollkaskoversicherung besteht. Somit bleibt auch der Schadensfreiheitsrabatt erhalten, da dieser Leistungsfall nicht zur einer Herabstufung führt. Ausgaben für den Geschädigten fallen nur in Form einer vereinbarten Selbstbeteiligung an.

Welche Leistungen werden übernommen?

Die Teilkaskoversicherung übernimmt hierbei sämtliche entstandene Hagelschäden am Fahrzeug, was neben Hageldellen auch evtl. Glasschäden mit einbezieht.

Was tun bei Hagelschäden am Auto?

Hagelschaden auf den AutodachHat man nach einem heftigen Hagelschauer einen Schaden an seinem Fahrzeug festgestellt, sollte man dies sehr zeitnah seine Kfz-Versicherung melden. Zudem kann es nie schaden ein paar Fotos zu machen (falls möglich mit den Hagelkörnern auf dem Bild).
In den meisten Fällen schickt die Versicherung dann einen Gutachter vorbei (oder nennt eine Adresse), der eine Schadensbeurteilung vornimmt. Nicht selten kommt es hierbei auch zu einer sogenannten Sammelbesichtigung, bei dem alle Geschädigten in der Region zusammenkommen und gleichzeitig begutachtet werden.
Vor solch einem Gutachter-Termin empfiehlt es sich immer, das Auto zu waschen, damit die Schäden besser zu erkennen sind. Selbst entdeckte und schwer erkennbare Schäden können auch gerne markiert werden (beispielsweise mit einem Klebezettel).
Ist das Gutachten dann erstellt, so kann man mit diesem eine entsprechende Werkstatt aufsuchen und den Hagelschaden reparieren lassen. Wer hier selbst Hand anlegen oder den Schaden gar nicht reparieren lassen möchte kann sich auch die jeweilige Summe auszahlen lassen. In diesem Fall erfolgt eine „fiktive Abrechnung“, bei der die Mehrwertsteuer von der ermittelten Schadenshöhe abgezogen wird.

Welche Kosten können beim Hagelschaden am Auto entstehen?

Wer sein Auto lediglich Haftpflicht versichert und bei Unwetter auf einen entsprechenden Hagelschutz verzichtet, wird nicht selten mit hohen Reparaturkosten bestraft.
Je nach Ausmaß eines solchen Hagelschadens – von kaum sichtbare bis hin zum Totalschaden – fallen dementsprechend auch die jeweiligen Kosten einer solchen Reparatur unterschiedlich aus.
Eine genaue Summe lässt sich allerdings unmöglich nennen, da hier zu viele Faktoren mitspielen – wie unter anderem:

  • Größe, Menge und Tiefe der Hageldellen
  • betroffene Stellen
  • Art der Reparatur (es gibt verschiedene Reparaturtechniken bei Hagelschäden)
  • Umfang der Reparatur bzw. erforderlicher Mehraufwand (z.B. zusätzliche Aus- und Anbauarbeiten oder diverse Lackarbeiten ect.)
  • diverse Aufschläge (z.B. bei Ausbesserung von Aluminiumteilen usw.)
  • ein kompletter Teileaustausch

Somit kann die Reparatur eines Hagelschadens von 100,- bis zu mehreren Tausend Euro betragen. Unter Umständen (abhängig vom Ausmaß des Schadens) kommt dann noch eine Wertminderung (Wertverlust) des Fahrzeugs hinzu.
Somit wird schnell klar, dass so ein Hagelschaden am Auto richtig teuer werden kann, welcher sich allerdings mit einem entsprechenden Hagelschutz ganz einfach und günstig vermeiden lässt.

 

Hagelschutz fürs Auto kaufen – worauf sollte geachtet werden?

shopenJe nachdem, für welchen Hagelschutz man sich entschieden hat, sollte man sich vorher genausten informieren, ob dieser auch für das jeweilige Fahrzeug passt. Schließlich gibt es Produkte, die sich universell einsetzen lassen – also die für jedes Modell geeignet sind. Andere dagegen sind sozusagen maßgeschneidert und eignen sich somit nur für ein bestimmtes Fahrzeug.
Ein weiteres Kaufkriterium sollte die Einfachheit der Montage eines solchen Schutzes sein, denn nicht selten kommt ein Hagelschauer überraschend und dann muss es schnell gehen.
Besonders wichtig ist auchdas Material, aus dem der Hagelschutz besteht. Hierauf sollte man beim Kauf besonders achten, da dies letztendlich entscheidend dafür ist, wie umfangreich ein Schutz geboten wird (wird ein Hagelschaden verhindert oder nur vermindert).
Mindestens genauso wichtig bei einem Hagelschutz ist aber auch die jeweilige Art der Befestigungsmethode. Diese sollte natürlich möglichst schnell und einfach zu bewerkstelligen sein, aber vor allem sollte diese sie Schutz auch bei Sturm am Fahrzeug halten.
Schlussendlich empfiehlt es sich auch nach einem möglichst kompakten Hagelschutz Ausschau zu halten. Dieser lässt er sich problemlos im Auto verstauen, wodurch man auch unterwegs für entsprechenden Schutz sorgen kann.

 

Zum Abschluss: Schön waren die Zeiten, als man sich über Hagelschutz kaum Gedanken machen musste oder sogar lächelnd abwinkte. Wo Autos noch mit dickem Blech ummantelt waren und man Hagelkörner größer als Golfbälle nur vom Hörensagen kannte.